

Der heimische Brennstoff Holz erzeugt saubere Energie, steht nachhaltig zur Verfügung und verbrennt CO²-neutral. Doch nicht nur die Natur hat etwas davon. Mit einer modernen Holzheizung vertrauen Sie in eine ausgereifte Technik und genießen hohen Komfort.
Die heimische regionale Wertschöpfung und der Arbeitsplatzeffekt bei Verwendung von Holz als Brennstoff sind deutlich höher als bei der Verwendung von Heizöl, Erdgas oder Flüssiggas. Im Durchschnitt schafft die Verwendung von Holz wesentlich mehr Areitsplätz als das Heizen mit Öl.
In Deutschland steht ausreichend Holz für den Ausbau der Strom- und Wärmeerzeugung zur Verfügung, ohne dass der Baumbestand gefährdet ist oder Holz importiert werden muss. Holz kann dabei sowohl direkt für die energetische Nutzung verwendet werden oder nach einer stofflichen Nutzung zur energetischen Nutzung weiterverwendet werden.
Die vorhandenen Potenziale für Holzenergie sind bisher nur zu einem Bruchteil erschlossen.
In Deutschland liegt der Holzzuwachs bei 12 m3 pro ha und Jahr. Gegenwärtig wird allerdings nur die Hälfte des Zuwachses an Holz genutzt. Jede Sekunde wächst damit in Deutschland Holz im Umfang eines Würfels mit 1,5 m Kantenlänge nach.
Jährlich stehen in Deutschland ca. 20 Mio. m3 ungenutztes nachwachsendes Waldholz zur Verfügung. Würden die Möglichkeiten der energetischen Nutzung von Holz voll ausgeschöpft, könnten daraus nach Angaben des Bundesumweltministeriums 170 TWh Energie im Jahr erzeugt werden. Alleine durch die Nutzung der energetischen Potenziale von Holz (Altholz, Restholz, bisher ungenutzter Zuwachs im Wald) könnte der Wärmebedarf von rund 5 Mio. Haushalten gedeckt werden. Der bisherige Anteil der Wärmebereitstellung aus Erneuerbaren Energien würde verdoppelt.
Aus Gründen der Energieeffizienz ist die Nutzung von Holz in Kaskaden sinnvoll, d.h. die energetische Nutzung folgt auf eine vorherige stoffliche Nutzung.
Seit mehr als 200 Jahren wird in Deutschland der Wald nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit bewirtschaftet, d.h. es wird maximal soviel Holz genutzt wie Holz nachwächst. Damit liegt Deutschland bei den Holzvorräten heute selbst vor den klassischen skandinavischen Waldländern.
Dem Basisszenario der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft zufolge kann bis Mitte des Jahrhunderts bei einem leicht steigenden Holzvorrat die jährliche Nutzung von Rohholz von rund 70 Mio. m3 (Periode 2002-2007) auf 80 Mio. m3 gesteigert werden. Nur 25 % der eingeschlagenen Holzmenge wurde 2005 für energetische Zwecke verwendet. Ungenutztes Potenzial bietet vor allem der kleine Privatwald. Für den Ausbau der Holzenergienutzung stehen daher ausreichende Holzmengen bereit.
Zwar steigt bei global rückläufiger Waldfläche der Holzverbrauch, doch ist Deutschland weiterhin im Rohholzbereich Nettoexporteur, d.h. Deutschland exportiert etwa doppelt so viel Rohholz und Holzreste, wie nach Deutschland eingeführt werden. Auch bei den für die energetische Nutzung bestimmten Holzhackschnitzeln und Holzpellets ergibt sich ein deutlicher Exportüberschuss: Während 2005 nur 196.000 t Holzhackschnitzel nach Deutschland eingeführt wurden, exportierte die Bundesrepublik 1,4 Mio. t Holzhackschnitzel ins Ausland. Im selben Jahr wurden 762.000 t Holzpellets nach Deutschland importiert und 788.000 t Holzpellets von Deutschland ins Ausland exportiert.
Aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage und einer entsprechend hohen Auslastung der Holzpellet-Produktionskapazitäten stiegen 2006 die Preise. Inzwischen haben die Holzpellet-Hersteller ihre Produktionskapazitäten aber deutlich ausgebaut und vielerorts neue Werke aufgebaut. Mittlerweile werden an rund 30 Standorten in Deutschland Pellets hergestellt. Die gesamte Kapazität in Deutschland beträgt im Jahr 2007 etwa 1 Mio. t und übertrifft damit deutlich den deutschen Pelletverbrauch.
Auf lokaler Ebene können häufig vorhandene Potenziale auf kurzen Wegen erschlossen werden: Die Stadtwerke Schwäbisch Hall rechnen vor, dass allein durch Nutzung der Abfälle der Sägewerke im Umkreis von 40 km der Wärmebedarf der rund 37.000 Einwohner zählenden Stadt komplett gedeckt würde. Schwäbisch Hall verfügt dafür über ein umfangreiches Nahwärmenetz, in dem diese Reststoffe effizient in Kraft-Wärme-Koppelung (KWK) genutzt werden könnten.
Moderne Pelletkessel und -öfen, Vergaserkessel, Festbrennstoffkessel und Hackschnitzelheizungen haben
kein Feinstaubproblem!
Der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH), unterstreicht, dass moderne Holz- und Pelletsheizkessel die Grenz-werte der Novellierung der ersten Verordnung zur Durchführung des Bundes-immissionsschutzgesetzes (1. BImSchV) einhalten.
Die konsequente Weiterentwicklung der Geräte hat in den vergangenen Jahren beachtliche Fortschritte gemacht. Dies gilt sowohl in Bezug auf Emissionsminderung als auch hinsichtlich der Steigerung des Wirkungsgrades der Produkte.
Moderne Holz- und Pelletsheizkessel verbrauchen aufgrund des hohen Wirkungsgrades weniger Brennstoff, sind emissionsarm und benötigen keine zusätzlichen Filter.
Damit ist das CO2-freie Heizen mit Holz auch unter den strengeren Anforderungen des zukünftigen Bundesimmissionsschutzgesetzes (1. BImSchV) eine wirtschaftlich interessante und ökologisch sinnvolle Alternative.
Heute erhältliche automatisch arbeitende Holz- und Pelletsheizkessel erfüllen die geplanten Grenzwerte – diesen Heizkesseln droht weder die Stilllegung noch der Austausch.
| Holzart | kWh/rm | Heizöl | Erdgas |
|---|---|---|---|
| Buche | 1.850 | 189 L | 170 m³ |
| Eiche | 1.890 | 193 L | 173 m³ |
| Birke | 1.810 | 185 L | 166 m³ |
| Ahorn | 1.675 | 171 L | 154 m³ |
Für einen umweltfreundlichen und wirtschaftlichen Betrieb Ihrer Holzheizung ist ein ausreichend großer Pufferspeicher vorzusehen, der auch den Bedienkomfort erhöht. Normalerweise wird ein Kessel ca. einmal täglich befüllt.
Nur an kalten Wintertagen ist es nötig, den Kessel mehrmals nachzufüllen. In der Übergangsperiode überbrückt der Speicher mehrere Stunden ohne Heizen.
Voraussetzung dafür sind ein großes Füllraumvolumen, trockenes Holz und ein Pufferspeicher mit möglichst 100 Liter Volumen je kW Heizleistung.
