

Holzpellets sind genormte zylindrische Presslinge aus getrockentem, naturbelassenem Restholz (Sägemehl, Hobelspäne, Waldrestholz). Sie werden ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln unter hohem Druck hergestellt und haben eine Heizwert von ca. 5kWh/kg. Damit entspricht der Energiegehalt von einem Kilogramm Pellets ungefähr dem von einem halben Liter Heizöl.
In Deutschland steht ausreichend Holz für den Ausbau der Strom- und Wärmeerzeugung zur Verfügung, ohne dass der Baumbestand gefährdet ist oder Holz importiert werden muss. Holz kann dabei sowohl direkt für die energetische Nutzung verwendet werden oder nach einer stofflichen Nutzung zur energetischen Nutzung weiterverwendet werden.
Die vorhandenen Potenziale für Holzenergie sind bisher nur zu einem Bruchteil erschlossen.
In Deutschland liegt der Holzzuwachs bei 12 m3 pro ha und Jahr. Gegenwärtig wird allerdings nur die Hälfte des Zuwachses an Holz genutzt. Jede Sekunde wächst damit in Deutschland Holz im Umfang eines Würfels mit 1,5 m Kantenlänge nach.
Jährlich stehen in Deutschland ca. 20 Mio. m3 ungenutztes nachwachsendes Waldholz zur Verfügung. Würden die Möglichkeiten der energetischen Nutzung von Holz voll ausgeschöpft, könnten daraus nach Angaben des Bundesumweltministeriums 170 TWh Energie im Jahr erzeugt werden. Alleine durch die Nutzung der energetischen Potenziale von Holz (Altholz, Restholz, bisher ungenutzter Zuwachs im Wald) könnte der Wärmebedarf von rund 5 Mio. Haushalten gedeckt werden. Der bisherige Anteil der Wärmebereitstellung aus Erneuerbaren Energien würde verdoppelt.
Aus Gründen der Energieeffizienz ist die Nutzung von Holz in Kaskaden sinnvoll, d.h. die energetische Nutzung folgt auf eine vorherige stoffliche Nutzung.
Seit mehr als 200 Jahren wird in Deutschland der Wald nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit bewirtschaftet, d.h. es wird maximal soviel Holz genutzt wie Holz nachwächst. Damit liegt Deutschland bei den Holzvorräten heute selbst vor den klassischen skandinavischen Waldländern.
Dem Basisszenario der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft zufolge kann bis Mitte des Jahrhunderts bei einem leicht steigenden Holzvorrat die jährliche Nutzung von Rohholz von rund 70 Mio. m3 (Periode 2002-2007) auf 80 Mio. m3 gesteigert werden. Nur 25 % der eingeschlagenen Holzmenge wurde 2005 für energetische Zwecke verwendet. Ungenutztes Potenzial bietet vor allem der kleine Privatwald. Für den Ausbau der Holzenergienutzung stehen daher ausreichende Holzmengen bereit.
Zwar steigt bei global rückläufiger Waldfläche der Holzverbrauch, doch ist Deutschland weiterhin im Rohholzbereich Nettoexporteur, d.h. Deutschland exportiert etwa doppelt so viel Rohholz und Holzreste, wie nach Deutschland eingeführt werden. Auch bei den für die energetische Nutzung bestimmten Holzhackschnitzeln und Holzpellets ergibt sich ein deutlicher Exportüberschuss: Während 2005 nur 196.000 t Holzhackschnitzel nach Deutschland eingeführt wurden, exportierte die Bundesrepublik 1,4 Mio. t Holzhackschnitzel ins Ausland. Im selben Jahr wurden 762.000 t Holzpellets nach Deutschland importiert und 788.000 t Holzpellets von Deutschland ins Ausland exportiert.
Aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage und einer entsprechend hohen Auslastung der Holzpellet-Produktionskapazitäten stiegen 2006 die Preise. Inzwischen haben die Holzpellet-Hersteller ihre Produktionskapazitäten aber deutlich ausgebaut und vielerorts neue Werke aufgebaut. Mittlerweile werden an rund 30 Standorten in Deutschland Pellets hergestellt. Die gesamte Kapazität in Deutschland beträgt im Jahr 2007 etwa 1 Mio. t und übertrifft damit deutlich den deutschen Pelletverbrauch.
Die wesentlichen Qualitätsanforderungen zur Herstellung von Pellets sind in Deutschland in der DIN 51731 sowie im Zertifizierungs-programm „DINplus“ festgelegt. Neben den Abmessungen schreibt die Norm insbesondere den Heizwert, die Grenzwerte für Schwermetalle und den Abrieb vor. Dieser Abrieb, der so genannte Feinanteil, ist ein Merkmal für die Härte und die Stabilität von Pellets. Denn bei gleicher mechanischer Beanspruchung erzeugen Pellets mit einem niedrigen Abriebswert weniger Staub.


Folgende sichtbare Kriterien sollten bei einer guten Qualität erfüllt sein: Die Länge der Pellets beträgt nach DIN maximal 50 Millimeter, der Durchmesser 4 bis 10 Millimeter. Wir empfehlen für unsere Pelletkessel eine Pelletlänge von 10 bis 30 Millimetern sowie einen Durchmesser von 6 Millimeter. „Gute“ Pellets haben eine glatte Oberfläche ohne Längsrisse und eine gleichmäßige, in der Regel helle und glänzende Farbe. Wichtig ist auch ein geringer Staub- oder Späneanteil.
Das Zertifikat "DINplus" vereint die Qualitätsanforderungen der DIN 51731 und der ÖNORM M 7145 und stellt darüber hinaus Anforderungen an Abriebfestigkeit und Prüfverfahren.
Der Preis für die Holzpellets kann von Anbieter zu Anbieter erheblich variieren. So schwanken die Holzpelletpreise in Abhängigkeit von Entfernung, Liefermenge und Lieferart (Sackware, Bigbags, Silowagen)
Grundsätzlich sollten folgende Punkte mit dem Lieferanten geklärt werden:
Die Heizungsanlage ist aus sicherheitstechnischen Gründen midestens drei Stunden vor dem Befüllen des Lagerraumes auszuschalten.

Quelle: Pelletspreise = Deutscher Energie-Pellet-Verband e.V. Solar Promotion GmbH / Heizöl- und Erdgaspreise = Brennstoffspiegel
Basis: Verbraucherpreise für die Abnahmen von 3.000 l Heizöl, 33.540 kWh Gas bzw. 6 t Pellets (inkl. MwSt. und sonstigen Kosten). Bezugsgröße: unterer Heizwert
© Solar Promotion GmbH, November 2008 / www.interpellets.de
Sehen Sie sich die Preisentwicklung an. Während die Pelletspreise bis auf eine kurze Phase konstant geblieben sind, stiegen Gas- und Ölpreise erheblich an. Sie sollten deshalb die saisonalen Preisschwankungen bei Pellets mit einbeziehen. Erfahrungsgemäß kaufen Sie Ihre Holzpellets im Frühling und Sommer am günstigsten. Machen Sie sich über längerfristige Lieferverträge und Sammelbestellungen Gedanken - es lohnt sich.