

In Deutschland haben sich Flachkollektoren und Vakuum-Röhrenkollektoren etabliert. Das Kernstück jedes Kollektors ist der Absorber. Hier wird die einfallende Sonnenstrahlung in Wärme gewandelt. Der Absorber besteht aus Kupfer- bzw. Aluminiumblech oder beschichtetem Glas. Die aufgebrachte hochselektive Beschichtung sorgt dafür, dass die eintreffende Strahlung so vollständig wie möglich in Wärme gewandelt wird und nur sehr wenig Wärme durch Abstrahlung des heißen Absorbers wieder verloren geht. Über angelötete, gepresste oder geschweißte Rohrleitungen wird die Wärme an den durchströmenden Wärmeträger abgegeben.

Bei Flachkollektoren wird der Absorber mit einem Rahmen aus Aluminium, Edelstahl oder Holz (ausreichend bei reinen Indachkollektoren) dauerhaft vor Witterungseinflüssen geschützt. Gehäuse und Wärmedämmung reduzieren die Wärmeverluste und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zu hohen Wirkungsgraden. Die Frontabdeckung besteht aus eisenarmem Solarsicherheitsglas.
Flachkollektoren lassen sich einfach und sicher auf Hausdächern als Indach- oder Aufdachlösung über der Dachebene installieren. Zunehmend werden Kollektoren auch an der Fassade oder freiaufgestellt montiert. Sie sind deutlich preiswerter als Röhrenkollektoren und werden für Trinkwassererwärmungsanlagen, Schwimmbaderwärmung und zur Unterstützung der Raumheizung eingesetzt.
Der Markt bietet für jedes Dach den passenden Kollektor. Egal ob kleinformatiger „Dachfensterkollektor“ oder „solar roof“, bei dem der gesamte Dachstuhl inklusive Sparren und Wärmedämmung vom Solarhersteller geliefert wird, jeder Kundenwunsch lässt sich erfüllen. Vermehrt werden auch Kollektoren in unterschiedlichen Farben produziert, um mit der Solaranlage auch optisch Akzente auf dem Dach zu setzen.

Der Absorptionseffekt im Flachkollektor und im Röhrenkollektor ist grundsätzlich identisch. Deutliche Unterschiede bestehen bei der Wärmedämmung. Beim Röhrenkollektor ist der Absorber ähnlich wie bei einer Thermoskanne in eine evakuierte Glasröhre eingebaut. Das Vakuum besitzt gute Wärmedämmeigenschaften, die Wärmeverluste sind daher vor allem in den Temperaturbereichen, die zur Gebäudeerwärmung oder Klimatisierung benötigt werden, geringer als bei Flachkollektoren. Bei Vakuum-Röhrenkollektoren unterscheidet man zwischen den Bauformen mit direkter Durchströmung und der Heat-Pipe-Technik. Beide Varianten können mit innen oder außen liegenden Reflektorflächen zur Erhöhung der Energieausbeute ausgestattet sein (CPC-Kollektoren).
Zu beachten sind die unterschiedlichen Flächenbezeichnungen, wie sie in technischen Datenblättern angegeben werden. Für den Solarertrag sind Absorber- und Aperturfläche entscheidend, während die Bruttofläche die Außenmaße der Kollektoren beschreibt.
Vorteile Röhrenkollektoren gegenüber Flachkollektoren: