Kraft aus der Natur schöpfen

Thermische Solaranlagen

Solarthermische Anlagen werden zur Trinkwassererwärmung, zur Heizungsunterstützung oder zur Schwimmbaderwärmung eingesetzt.

In Deutschland können bei typischer Anlagendimensionierung ca. 60 % des jährlichen Trinkwarmwasserbedarfs eines Einfamilienhauses durch solarthermische Anlagen erwärmt werden. Heizungsunterstützende Solaranlagen decken bei üblicher Dimensionierung je nach Dämmstandard des Gebäudes 10 - 30%, bei Niedrigenergiehäusern sogar ca. 50% des Gesamtwärmebedarfs.

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Quelle: Agentur für Enerneuerbare Energien - www.unendlich-viel-energie.de

Fazit:

Solaranlagen lassen sich auf nahezu jedem Gebäude installieren und sollten daher beim Neubau fester Bestandteil der Haustechnik sein.Selbst wenn z.B. beim Neubau die Investition in eine Solaranlage verschoben wird, so sollten die Steigleitung inkl. Fühlerkabel und ein bivalenter Speicher bereits eingebaut werden, um den nachträglichen Einbau der Solaranlage zu begünstigen.

Auch bei Modernisierungsmaßnahmen im Gebäudebestand lässt sich die Solaranlage problemlos integrieren. Für die Anbindung der Nachheizung oder bestehender Trinkwasserspeicher stehen ebenso wie für die Installation der Solarkreisverrohrung, beispielsweise in stillgelegten Schornsteinzügen, erprobte Systemlösungen bereit.

Die Nutzung der Solarenergie wird im Hinblick auf die Endlichkeit fossiler Brennstoffe in Zukunft immer wichtiger. Für den Betreiber einer Solaranlage stehen folgende Gründe auf der Habenseite:

  • Reduzierung der Energiekosten und der Abhängigkeit von Preissteigerungen konventioneller Energieträger
  • Steigerung des Immobilienwertes
  • Einsparung fossiler Brennstoffe
  • Schadstoffreduzierung, insbesondere
  • CO2-Verringerung

Neue gesetzliche Randbedingungen honorieren den Einsatz von solarthermischen Anlagen durch Erweiterung der architektonischen Gestaltungsmöglichkeiten und durch Kompensation beim baulichen Wärmeschutz. Bei zu erwartenden Verschärfungen des Anforderungsniveaus der EnEV werden sich solarthermische Anlagen immer mehr zum Standard entwickeln.

Jährliche Sonnenstunden in Deutschland

Sonnenstunden jährlich in Deutschland

Auch wenn man es manchmal kaum glauben mag: In Deutschland scheint die Sonne viel mehr, als Sie denken!

Jedes Jahr können wir zwischen 1300 und 2000 Sonnenstunden genießen!

Und schon mit 1300 Sonnenstunden kann eine Solaranlage den Großteil des Energiebedarfs für Ihre Trinwassererwärmung abdecken.

Planungstipps:

Ihr Dach:
Die optimale Ausrichtung ist Süden. Abweichungen um±45° mindern den Ertrag aber nur gering. Ideal sind Dachneigungen von 25° bis 60°. Ungünstige Ausrichtungen können durch größere Kollektorflächen ausgeglichen werden. Außerdem wichtig: Größe, Zustand der Deckung, Statik, Fenster, Schornsteine und Verschattung der Bäume. Kollektoren können übrigens auch an der Hausfassade angebracht werden.

Dimensionierung:
Die Größe der Anlage ist abhängig davon, ob Sie nur Wasser erwärmen oder auch die Heizung unterstützen soll, und wieviele Personen im Haushalt wohnen.

Genehmigung:
Teilweise gibt es Genehmigungspflichten für Solaranlagen! Anlagen als Über- und Indachmontage sind id.R. genehmigungsfrei (Ausnahme: Denkmalschutz)

Quelle: BBT-Termotechnik / Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. - BDH  DRUCKEN
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