Kraft aus der Natur schöpfen

Sole/Wasser-Wärmepumpen

Bei der Heizenergie Boden gutmachen!

In die Breite,? Oder in die Tiefe? Diese zwei Möglichkeiten haben Sie, wenn Sie eine Sole/Wasser-Wärmepumpe auf Ihrem Grundstück installieren. Steht Ihnen nicht so viel Platz zur Verfügung, können Sie mithilfe von Erdwärmesonden in die Tiefe gehen. Ist genügend Platz vorhanden, dann heißt die Entscheidung: Erdwärmekollektoren, denn diese werden in die Breite verlegt.

Horizontal-Kollektoren sind in der Regel kostengünstiger als Erdwärmesonden zu errichten. Die Verlegung einer Erdwärmesonde erfolgt üblicherweise in Fremdleistung durch ein Fachunternehmen. Während für die Errichtung einer Erdwärmesonde zur Beheizung eines Einfamilienhauses überschlägig von Kosten um 5.000 – 6.000 Euro pro Sonde ausgegangen werden kann, liegt die Verlegung eines Erdwärmekollektors bei etwa der Hälfte. Dazu kommt, dass Erdwärmekollektoren und Erdwärmesonden mit zunehmendem Dämmstandard kleiner ausfallen können. Ein Erdwärmekollektor arbeitet als geschlossenes System mit einer Sole als Wärmeträger, für das ein Wasser-Glykol-Gemisch verwendet wird

Vorteile von Erdwärmekollektoren

  • ganzjährig verfügbar (monovalente Betriebsweise
  • ganzjährig hohes Temperaturniveau der Wärmequelle (ca. +0°C bis +15 °C)
  • geschlossenes System mit unbedenklichem Solemedium
  • einfache Erschließung der Wärmequelle.

Die Frage, ob über einem Erdwärmekollektor Pflanzen und Bäume schlechter wachsen, kann eindeutig mit „Nein“ beantwortet werden. Bei richtiger Planung und Ausführung eines Erdwärmekollektors ist dieser Fall ausgeschlossen. Negative Beispiele aus der Vergangenheit ließen sich immer mit fehlender oder mangelhafter Planung bzw. Ausführung begründen. Aus diesem Grunde müssen die Kollektorrohre in einer Mindesttiefe von 1,2m und in einem Mindestabstand von 0,5 m verlegt werden. Andernfalls kann es im Boden zur Bildung eines geschlossenen Eispanzers kommen.

Vorteile von Erdwärmesonden

Ist die Fläche für einen horizontalen Erdwärmekollektor nicht vorhanden, so gibt es die Möglichkeit der senkrechten bzw. schrägen Anordnung. Diese Art von Kollektor wird als Erdwärmesonde bezeichnet. Erdwärmesonden reichen in Tiefen von 10 –100 m. Voraussetzungen für die Planung und Einbringung von Erdwärmesonden sind die genaue Kenntnis der Bodenbeschaffenheit, der Schichtenfolge, des Bodenwiderstandes sowie der Existenz von Grund- und Schichtenwasser und der Bestimmung von dessen Fließrichtung.

Da bei der Bohrung in der Regel Grundwasser führende Schichten getroffen werden, ist eine wasserrechtliche Erlaubnis zum Betrieb der Erdwärmesondenanlage einzuholen. Für den Gebäudebestand und für Neubauten in Ballungsräumen mit geringem Freiflächenangebot eignen sich Erdwärmesonden besonders, da eine Nachrüstung mit Erdwärmekollektoren oft aus Platzmangel nicht möglich ist. Ansonsten gelten die gleichen Vorteile wie für Erdwärmekollektoren.

Wie aus Wärmepumpen Kältepumpen werden

Durch einfache Zusatzgeräte wird aus Ihrer Sole/Wasser-Wärmepumpe zusätzlich ein angenehmer Kältespender für heiße Sommertage. So können Sie z.B. über eine Flächenkühlung still kühlen oder aber dynamisch über Konvektor-Heiz-/Kühlelemente mit Ventilator.

Mit Konvektoren können Innenräume durch Wärmepumpen sowohl gewärmt als auch gekühlt werden. Das Prinzip der Konvektion ist ganz einfach: Luft strömt an den innenliegenden Blechen vorbei und wird so wahlweise erwärmt oder gekühlt.

Übrigens: Sie können statt eines Konvektors z. B. auch eine Fussbodenheizung anschließen und über diese heizen und kühlen!

Quelle: BBT-Termotechnik DRUCKEN
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