

Grundwasser zur Raum- und Trinkwassererwärmung? Eine gar nicht so ungewöhnliche Vorstellung: Denn das Grundwasser hat auch an kalten und frostigen Wintertagen eine Temperatur von bis zu 10°C. So kommt es, dass eine Wasser/Wasser-Wärmepumpe mit einer einzigen Energieeinheit Strom bis zu viereinhalb Einheiten Energie aus der Umwelt gewinnt. So sieht wahre Energieeffizienz aus!
Viele Menschen wissen oft gar nicht, über welchen Bodenschätzen sie wohnen. Wer über genügend Grundwasser in geeigneter Qualität verfügt, kann dieses Angebot der Natur jetzt konsequent nutzen. Mit unschlagbarem Vorteil gegenüber anderen Wärmequellen: Weil die Temperatur des Grundwassers selbst an den kältesten Tagen des Jahres noch um die 10°C beträgt, muss das Temperaturniveau im Vergleich nur relativ gering angehoben werden. Alles was Sie für Ihre Wasser/Wasser-Wärmepumpe noch brauchen, sind zwei Brunnen: einen aus dem das Wasser entnommen wird (Förderbrunnen), und einen, in den das entnommene Wasser nach Abkühlung wieder abgeleitet wird (Sicker- oder Schluckbrunnen).
Wichtig: Vor der Errichtung der Brunnenanlagen müssen eine Genehmigung und eine Wasseranalyse eingeholt werden.
Sind die Ergiebigkeit und die chemische Zusammensetzung Ihres Grundwassers für gut befunden worden, kann die Anlage monovalent betrieben werden, d.h. Ihren gesamten Wasserbedarf abdecken. Mit einer entsprechenden Genehmigung werden zunächst die beiden Brunnen vom Brunnenbauer geschlagen, gebohrt oder gegraben. Die Brunnen sollten in Grundwasserfleißrichtung 10-15m voneinander entfernt sein und müssen licht- und luftdicht verschlossen werden, damit sich keine Algen bilden und der Brunnen nicht verschlammt. Der Bau lohnt sich, denn das Verhältnis von eingesetzter zu gewonnener Energie ist sehr günstig und die Leistungszahlen von Wasser/Wasser-Wärmepumpen sind besonders hoch.

